JPEG, TIFF, PNG & Co. - aber welches Format ist das Richtige?

Heute soll es in unserem Magazin um die gängigsten Grafikformate für Anwender gehen. Es werden Universalformate vorgestellt, die von jedem Bildbearbeitungsprogramm genutzt werden können. Dateitypen, die nur für eine bestimmte Anwendung gedacht sind wie z. B. das Photoshop-Format (Endung „.psd“) werden nicht berücksichtigt.

In diesem Artikel geht es um Bitmap- oder auf Deutsch Rastergrafiken. Die Bilder setzen sich aus farbigen Bildpunkten, den sogenannten Pixeln, zusammen. Das typische an Bitmaps ist die fotorealistische Wiedergabe der Motive. Haupteigenschaften einer Abbildung sind die Auflösung, d. h. die Punktdichte pro Fläche, und die mögliche Anzahl der Farben, die Farbtiefe. Alle Bitmap-Formate haben gemeinsam, dass es bei Größenänderung zu einer Qualitätsverminderung kommt, etwa durch Unschärfen, Detailverlust oder gröbere Konturen.

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Neben den eigentlichen Bildinformationen gibt es viele Aspekte, die für die Wahl des Dateityps wichtig sind: Zusatzinformationen wie Ebenen, Alphakanäle und Pfade unterstützen die professionelle Bildbearbeitung. Dies bedeutet aber einen zeitlichen Mehraufwand, setzt erhebliche Vorkenntnisse voraus und erhöht in der Regel die Dateigröße. Auch die Kompatibilität zu Betriebssystemen und Software ist zu beachten. Direkte Auswirkung auf Optik und Qualität haben die Farbtiefe, Darstellung von Transparenz sowie Datenkompression mit oder ohne Qualitätsverlust. Eine hohe Kompression führt dabei zu kleinerer Dateigröße. Die Nutzung von Farbmodi wie CMYK für Druckvorstufe sowie RGB für Web und Bildschirm sind für die Wahl des Formates auch wichtig.

Hier eine Übersicht über die wichtigsten Formate:

JPEG (JPEG File Interchange Format, Dateiendung „.jpg“)

Obwohl schon 30 Jahre alt, ist dieser Dateityp sehr beliebt und verbreitet. Er zeichnet sich durch eine genormte Bildkompression aus, die zu sehr kleinen Dateigrößen führt. Deshalb ist JPEG das Standardformat für Fotos im Web. Es wird auch gerne als Ausgabeformat bei Kompaktkameras und Scannern genutzt.

Die unterschiedlichen Kompressionsstufen führen zu Qualitätsverlusten. Diese zeichnen sich durch Unschärfen, Schatten und Verpixelungen aus. Die Störungen werden oft als JPEG-Artefakte bezeichnet. Sie fallen besonders auf gleichfarbigen Flächen und Objektkonturen auf. Beim Speichern muss der Anwender einen Kompromiss zwischen Bildqualität und Dateigröße finden: Je höher die Kompression, desto kleiner die Datei, aber so schlechter auch die Bildqualität. Deshalb ist eine Software mit Bildvorschau zu empfehlen. Wie für Web-Formate (PNG, GIF) üblich, speichert JPEG keine Zusatzinformationen. JPEG kann keine transparenten Pixel darstellen. Hier bietet das folgende Format, PNG, ein Alternative.

PNG (Portable Network Graphics, Endung „.png)

Dieses Format ist auch im Web weit verbreitet, d. h. es entspricht dem W3C-Standard. Sein größter Vorteil ist die verlustfreie Komprimierung, was zu einer kleinen Dateigröße führt. PNG ist aber in der Regel größer als JPEG. Das Format kann Transparenz darstellen, auch in Verbindung mit halbtransparenten Farben.

PNG wird vor allem in zwei Farbtiefen genutzt: 256 Farben – 8-Bit sowie 24-Bit mit quasi unbegrenzten Farben. Es ist damit eine leistungsfähige Alternative zu GIF (s. u.).

PNG wird nicht von allen Anwendungen in vollem Umfang unterstützt. Da CMYK-Farben nicht nutzbar sind, ist es nicht für die Druckvorstufe geeignet.

TIFF (Tagged Image File Format, „tif“)

TIFF ist ein sehr vielseitiges Bildformat. Es kann neben dem Bildmotiv viele Zusatz­informationen enthalten: Alphakanäle, Pfade, Ebenen und unterschiedliche Farbräume können gespeichert werden. Diese Möglichkeiten spielen in der professionellen Bildbearbeitung eine große Rolle. Das TIFF-Format stellt einen Standard für Qualitätsbilder dar. Es ermöglicht hochauflösende Bilder in unterschiedlichen Farbtiefen. Eine verlustfreie Komprimierung ist möglich.

TIFF unterstützt den Farbraum CMYK, der für die Druckvorstufe wichtig ist. Dies in Verbindung mit den genannten Qualitätseigenschaften (Auflösung, Farbtiefe) macht das Format ideal für Druckereien und Verlage.

Die Vielfältigkeit und Komplexität des Dateityps ist gleichzeitig auch sein größter Nachteil. TIFF ist im Vergleich ein großes Bildformat, insbesondere wenn die erwähnten Optionen genutzt werden. Durch Datenkompression kann die Größe noch verringert werden (s. o.).

GIF (Graphics Interchange Format, „gig“)

Seine Entwicklung Ende der 80er Jahre macht es zu einem relativ alten Bildformat. Die Nutzung im Web stand dabei immer im Vordergrund. Für eine geringe Dateigröße sorgen das verlustfreie LZW-Kompressionsverfahren und die Beschränkung auf 256 Farben. Im Gegensatz zu JPEG bietet es Transparenz und Animation, die animierten oder animated Gifs. Durch die reduzierte Farbwahl ist es für Fotos nicht wirklich geeignet, hier sollten JPEG oder PNG den Vorzug erhalten. Aber Grafiken mit einer gezeichneten Anmutung wie Logos, einfache Muster oder Diagramme können gut und größeneffizient im Web abgebildet werden. Gerade einfarbige Flächen können störungsfrei dargestellt werden.

BMP (Windows Bitmap, „.bmp“)

Ein gängiges Bildformat im Windows-Bereich, was auch hohe Farbtiefen und einen Alphakanal erlaubt. Es kann im Rechner einfach bearbeitet und ausgegeben werden. Im Vergleich zu komprimierten Dateitypen wie die Web-Formate JPEG, PNG und GIF ist das Format wesentlich größer. Es bietet auch nicht so viele Möglichkeiten wie TIFF.

Vektorgrafiken

Bei allen vorgestellten Dateitypen handelt es sich um Rastergrafiken. Eine andere Art der Digitalisierung sind die Vektorgrafiken. Oft wird von Pfaden gesprochen. Hier setzen sich die Abbildungen aus Linien und Farbflächen zusammen. Diese Art der Darstellung ist für gezeichnete Bilder interessant: Vektorgrafiken sind klein und verlustfrei skalierbar, für Fotos sind sie aber nicht geeignet. Gebräuchliche Formate sind WMF (Windows Meta File) und für das Web SVG (Scalable Vector Graphics). Das Arbeiten mit professionellen Vektor-Anwendungen wie Adobe Illustrator oder CorelDraw erfordert umfangreiche Vorkenntnisse und ein gewisses kreatives Geschick bei der Bedienung.

Zahlen mit Farben - Bedingte Formatierung in Excel

In Excel sieht man sich als User oft mit langen Zahlenreihen konfrontiert. Da geht schnell der Überblick verloren. Dies gilt gerade dann, wenn die Tabelle groß ist und mit Maus, Scrollrad und Pfeiltasten weiträumig auf dem Arbeitsblatt navigiert werden muss. Am Ende der Tabelle sind dann die Anfangswerte schon vergessen. Die optische Strukturierung der Tabelle mit Farbe und Rahmen kann da helfen. Einen weiteren Schritt geht die „bedingte Formatierung“, die die Zahlenwerte der Zelle einbezieht und in der Regel farbig formatiert. Dies geschieht dynamisch, d. h. eine Veränderung der Zahl kann Auswirkungen auf die Formatierung haben. Die Bedeutung der Funktion erkennt man an der Anordnung im Register „Start“. Hier ist sie im Bereich „Formatvorlagen“ zu finden.

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Die einfachste Art die Funktion anzuwenden sind die „Farbskalen“. Diese lassen sich im Menü „bedingte Formatierung“ aufrufen. Hierbei wird der gesamte Wertebereich markiert, in der Regel eine Spalte. Die Zellen werden dann abhängig vom Zahlenwert farbig hinterlegt. Gängig ist dabei ein Ampel-Farbschema, es gibt aber auch andere Farbskalen. Die bedingte Formatierung schafft eine hohe optische Unterscheid­barkeit. Hohe und niedrige Werte fallen sofort ins Auge. Die Funktion ist auch schnell umzusetzen. Als nachteilig kann die großflächige Farbigkeit der Tabelle empfunden werden: jede Zelle ist farbig hinterlegt. Außerdem bezieht sich die Farbgebung nur auf die einbezogenen Zahlen, d. h. es wird keine absolute Werteskala verwendet. Die Farben sind also nicht auf andere Tabellen übertragbar, wenn dort andere Zahlenwerte vorkommen. Diese Problematik lässt sich aber mit der Definition sogenannter Regeln, die später erläutert werden, lösen.

Ähnlich einfach wie die Farbskalen sind auch Symbolsätze und Datenbalken einzusetzen: Symbolsätze nutzen teilweise auch die Ampelfarbgebung oder Pfeil-Symbole für hohe und niedrige Werte. Bei den Datenbalken werden die Zahlen wie ein kleines Diagramm in der Zelle dargestellt.

Oft möchten Anwender innerhalb einer Datenreihe nur besonders auffällige Werte, in der Regel Ausreißer nach oben oder unten kennzeichnen. Hierzu müssen Schwellwerte in „Regeln“ definiert werden. Es werden Vergleiche wie „größer“, „kleiner“ oder „zwischen“ festgelegt. So können nur wenige Extremwerte hervorgehoben werden. Es gibt feste Formatvorlagen, eine individuelle Formatierung ist aber auch möglich. Interessant sind Regeln, mit denen über- oder unterdurchschnittliche Werte sowie die 10 höchsten oder niedrigsten Werte hervorgehoben werden. Im Menü „Bedingte Formatierung“ kann man dies unter „Regeln für oberste/unterste Werte“ einstellen.

Sollen Regeln bearbeitet oder gelöscht werden, geschieht dies unter der Funktion „Regeln verwalten“.

Die bedingte Formatierung bewertet Zahlen vor allem mit Vergleichen (<, >, =) sowie im Verhältnis zum Durchschnitt (s. o.). Zur Analyse können aber auch komplexe Formeln angewandt werden. Dies geschieht unter „neue Regel“ als Regeltyp „Formel zur Ermittlung der zu formatierenden Zellen verwenden“. So können auch andere Zellen einbezogen und formatiert werden.

Excel-Funktion „als Tabelle formatieren“ - Mehr als bunte Tabellen

Zu den Standard-Funktionen im Register „Start“ gehört bei Excel auch die Möglichkeit Tabellen einheitlich zu gestalten: die Funktion „als Tabelle formatieren“. Durch diese dynamischen Formatvorlagen werden die Tabellen optisch strukturiert, z. B. durch Farb- und Rahmenformatierungen. Was viele Nutzer aber oft nicht wissen: Diese Funktion ermöglicht eine schnelle und einfache statistische Auswertung und Analyse der Daten. Für die flexible Nutzung sorgen die Filter-Menüs in der Kopfzeile.

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Zunächst zur Einrichtung der Funktion:
Ist eine beliebige Zelle der Tabelle markiert, kann im Menü „als Tabelle formatieren“ arbiträr eine Formatvorlage gewählt werden. Die Vorlagen unterscheiden sich in Farb- und Rahmengestaltung, außerdem ist eine „gebänderte“ Darstellung, d. h. ein zeilen- bzw. spaltenweiser Wechsel der Farbe bzw. des Farbtons möglich. Aber beachten Sie: Es sollten keine leeren Spalten oder Zeilen zur Strukturierung genutzt werden, da dies die automatische Erkennung der Tabelle verhindern würde. Die Formatvorlagen und Optionen lassen sich jederzeit nachträglich verändern.

Zu den Einstellungen gehört auch das Setzen der Filter-Schaltflächen in der Kopfzeile. Dies erfolgt automatisch. Dadurch kann die Tabelle auf Datensätze mit ausgewählten Kriterien reduziert werden, z. B. auf einen bestimmten Kunden oder einer Artikelgruppe. Es genügt ein Anhaken des jeweiligen Kontrollkästchens.

Wie bei einer Datenbank können komplexere Filter definiert werden:
Im Filter-Menü erlauben sogenannte Zahlenfilter die Auswahl nach dem Wert einer Zelle. So werden beispielsweise nur Produkte bis zu einem bestimmten Maximalpreis angezeigt oder Mitarbeiter ausgewählt, die zwischen 30 und 40 Jahre alt sind. Solche Filter können auch ähnlich bei Datumsangaben angewandt werden. Excel befasst sich in erster Linie mit Zahlenwerten und Berechnungen, sogenannte Textfilter können die Zellinhalte aber auch nach Wörtern oder Zeichen untersuchen: etwa Namen, die mit einem bestimmten Buchstaben beginnen oder Artikelnummern, die eine vorgegebene Zahlenfolge enthalten. Außerdem lassen sich alle Kriterien kombinieren.

Noch weitreichender ist die „Ergebniszeile“: Diese wählt nicht bestimmte Datensätze aus wie die Filterfunktionen, sondern führt in der Tabelle statistische Berechnungen durch. So lässt sich ein mittlerer Preis ermitteln oder das Alter des jüngsten Mitarbeiters ausgeben. Bei großen Tabellen ist auch die Bestimmung der Anzahl der Daten interessant.

Die Option „Ergebniszeile“ muss anders als die Filter vom Anwender immer aktiv gesetzt werden. Unter der Tabelle wird dann eine neue, mit Farbe und/oder Rahmen hervorgehobene Zeile erzeugt. Sie ist in der ersten Spalte mit dem Wort „Ergebnis“ beschriftet. In der letzten Spalte der Tabelle wird automatisch die Summe der Zahlenwerte berechnet. Falls die Ergebniszelle mit Raute- (#-) Zeichen gefüllt ist, muss die Spaltenbreite erhöht werden, um den Wert anzuzeigen.

Die Ergebniszeile ist nicht auf die Summen-Funktion begrenzt, sondern kann z. B. auch MITTELWERT, ANZAHL, MAX/MIN berechnen. Dies ist für alle anderen Spalten der Tabelle auch möglich.

Ein umfangreiches Analyse-Werkzeug wird die Funktion, wenn die Ergebniszeile mit den Filtern kombiniert wird: So kann eine Warengruppe herausgefiltert und dann der Mittelwert für den Preis bestimmt werden oder man summiert die Bestellungen aus nur einem Quartal.

Die Funktion „als Tabelle formatieren“ ist leicht zu bedienen und erfordert keine weitreichenden Excel-Kenntnisse. So können auch große Datenbestände schnell ausgewertet werden.

Aber Achtung: Die Funktion bezieht sich nur auf eine Tabelle, außerdem werden bei Veränderung der Filter und Funktionen die alten Ergebnisse überschrieben.

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