Neue Social Media - Schnittstellen für CRM- und HR - Anwendungen

IT-Wissen | Posted by SYMPLASSON | 01 April 2018
Neue Social Media - Schnittstellen  für CRM- und HR - Anwendungen

Panama City, 01. April 2018:

SM Analytics, ein führendes Unternehmen im Bereich der Social Media Analyse aus Panama, hat heute einen Vorschlag für standardisierte Schnittstellen für den Zugriff und die Synchronisation von Social Media - Daten zur Integration in Unternehmensanwendungen wie CRM (Customer Relationship Mangement) und HR (Human Ressources) vorgestellt. Über die neuen CRM- und HR-Schnittstellen können Unternehmen ihre Kundenmanagement- und Personalverwaltungs-Lösungen direkt an soziale Netzwerke anbinden, welche den neuen Standard unterstützen, um Daten abzugleichen und anzureichern.

Die CRM-API

Mit der neuen CRM-API (Application Programming Interface) soll es für Unternehmen möglich werden, von eigenen Kundenverwaltungssystemen aus den eigenen Datenbestand z.B. mit Facebook und LinkedIn abzugleichen und die Kundendaten so um vertrieblich relevante Informationen zu ergänzen, die z.B. aus den Social Media - Profilen der betroffenen Personen ausgelesen werden.

Dies sind beispielsweise private Vorlieben, fachliche Interessengebiete, Posts zu Produkten, Affinitäten zu bestimmten Herstellern und Produkten und vieles mehr. Auch Fotos der Ansprechpartner sowie Geburtstage sollen z.B. aus den LinkedIn-Profilen der Betreffenden  in das eigene CRM eingelesen werden können.

Mittels einer KI können auch natürlich-sprachliche Fragestellungen über den gesamten mit Social Media Daten angereicherten Kundendatenbestand ausgeführt werden, wie zum Beispiel "welche Kunden haben sich in letzter Zeit über Ihr "XYZ" beschwert und benötigen vielleicht ein neues "XYZ" oder "welche Ansprechpartner haben gerade Beziehungsstress und könnten an einem neuen Partner interessiert sein?". An die über eine solche Abfrage gefilterten Datensätze kann dann z.B. im CRM-System direkt eine Mailing-Aktion ausgelöst werden, wobei das zweite Beispiel insbesondere für die Direktwerbung durch Dating-Portale interessant sein dürfte.

Die HR-API

Für viele Unternehmen gleichfalls sehr interessant dürfte die neue HR (Human Ressources) - Anbindung sein. Hierüber sollen Unternehmen die Daten in Ihrem Personalverwaltungssystem durch Synchronisation mit sozialen Netzwerken wie FacebookLinkedIn, Snapchat, Instagram und WhatsApp anreichern können. Dabei sollen interessante Informationen wie Beziehungsstatus, Freizeitaktivitäten, Interessen, Kontakte zu Mitarbeitern von Wettbewerbern, Posts über das Unternehmen und den Arbeitsplatz, Kontakte zu Personalberatern etc. zur Personaldatenbank hinzugefügt werden können.

Interessant sind insbesondere die Scoring-Funktionen, mit denen Sie beispielsweise nach festlegbarer Gewichtung einen sogenannten CLS  (Company Loyalty Score) generieren können. Im Vorfeld von Rationalisierungsmaßnahmen wird so die Auswahl zu kündigender Mitarbeiter sehr erleichtert.

Hilfreich ist auch der ähnlich aufgebaute "WRS" ("Worldview Risc Score"), mit dem sich ermitteln lässt, wie wahrscheinlich eine Rufschädigung für das Unternehmen durch die Beschäftigung des Mitarbeiters ist. Ausgewertet werden hierfür politische, religiöse, sexuelle und allgemein gesellschaftliche Orientierung aus direkten Angaben im Info-Bereich sowie eigenen Posts und Likes auf allen unterstützten sozialen Netzwerken.

Der Leckerbissen für die Personalabteilungen dürfte aber der über die API theoretisch mögliche Abgleich von Krankheitstagen mit bei Facebook, Snapchat, WhatsApp und Instagram geposteten Aktivitäten sein: So lässt sich sehr einfach eine Korrelation zwischen besuchten Partys, Konzerten, Bars und Clubs und den gemeldeten Krankheitstagen herstellen (auch Barbesuche am Vorabend werden hierbei berücksichtigt). Eine Gewichtung nach Wochentagen (z.B. Montags-Priorität) ist ebenfalls möglich. Durch die automatischen KI-basierten Bildanalyse-

Funktionen können Mitarbeiter z.B. auf Partyfotos zuverlässig erkannt werden.

Aktueller Stand

Derzeit haben sich die genannten sozialen Netzwerke noch nicht dazu geäußert, ob sie den von SM-Analytics vorgeschlagenen Schnittstellen-Standard unterstützen werden. Facebook, Twitter, LinkedIn, WhatsApp, Instagram, Snapchat, Xing - bisher hat sich noch keines dieser Unternehmen zum SM-Vorschlag geäußert.

Da sich diese Möglichkeiten aber geradezu aufdrängen und von Unternehmen stark nachgefragt werden dürften, hoffen die Verantwortlichen bei SM Analytics auf eine kurzfristige und breite Unterstützung der Lösung.

Datenschutz

Durch den Sitz des Unternehmens in Panama, wo auch die Daten-Austausch-Server stehen, über welche die Synchronisation erfolgt, fallen die über die API gewonnenen Daten nach Einschätzung von SM Analytics nicht unter die neue europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Für Unternehmen aus Europa, welche diese Einschätzung nicht teilen, stehen in Kooperation mit lokalen Anwaltskanzleien geeignete Briefkastenfirmen zur Verfügung, welche die Datenhaltung der angereicherten Bestände lokal übernehmen können; sofern nur über Terminal-Zugriff eine Arbeit mit diesen Daten erfolgt, werden keine Daten von und nach Europa übertragen.

Technik

Beide Schnittstellen sind wie im modernen Internet üblich als REST-API ausgeführt und tauschen ihre Daten im JSON-Format aus. Eine genaue Dokumentation der einzelnen API-Calls kann nach Registrierung für die Nutzung der neuen Schnittstellen bei SM Analytics heruntergeladen werden.

Sowohl für soziale Netzwerke als auch für Anbieter von CRM- und HR-Lösungen stehen Referenzimplementierungen in verschiedenen Programmiersprachen bereits zum Download bereit.

Preismodelle

Auf Basis einer eigenen Marktanalyse hat SM Analytics auch Vorschläge für Preismodelle erarbeitet, welche den Social Media – Anbietern als Richtpreise empfohlen werden. Abgerechnet werden sollen die neuen Leistungen nach Vorstellung von SM Analytics wie in der Cloud üblich nach laufender Nutzung. Zum Start umfasst das vorgeschlagene Preismodell drei Stufen: 

Datensätze

CRM-API

HR-API

bis 100 / Monat

9,90 USD

12,90 USD

Bis 1.000 / Monat

89,90 USD

109,90 USD

Bis 10.000 / Monat

690,90 USD

890,90 USD

Preise für größer Staffeln bis in den Millionen-Datensätze-Bereich soll es auf Anfrage geben, zum Beispiel für Behörden, Parteien und Geheimdienste.

(O. Haase)

 

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Update: Bei diesem Artikel handelte es sich um ein April-Scherz! ;-)