7 Tipps, um die besten Angebote beim Online-Shopping zu bekommen

Anwender-Tipps | Posted by SYMPLASSON | 20 Juli 2018
7 Tipps, um die besten Angebote beim Online-Shopping zu bekommen

 
Auf vielen Shopping-Portalen schwanken die Preise über den Tag. Bestes Vergleichs-Beispiel sind die Tankstellen: Jeden Tag verändern sich die Preise, oft mehrfach. Im Online-Geschäft ist es ähnlich. Denn hier herrscht das Prinzip "Dynamic Pricing ( = Dynamische Preisgestaltung): Ein Algorithmus ändert automatisch die Preise, je nachdem, wie groß die Nachfrage nach dem Produkt ist, welche Preise die Konkurrenz aufruft oder auch je nach Kunde.

Wussten Sie, dass Sie morgens im Büro am Computer oft einen niedrigeren Preis angezeigt bekommen könnten als am Abend auf dem Smartphone oder Tablet? Feste Regeln gibt es da allerdings keine, an die Sie sich halten können - jeder Anbieter kocht hier sein eigenes Süppchen.

Wir geben Ihnen 7 Tipps, wie Sie im Online-Handel das beste Angebot bekommen!

  1. Zeitabhängig: Buchen Sie eher unter der Woche als am Wochenende!
    Und besser morgens als abends. Denn wer früh dran ist, erhält oftmals einen besseren Preis. Das gilt allerdings meist nur für Produkte oder Leistungen, die sich noch stornieren oder zurückgeben lassen, wie Mietwagen und Hotelbuchungen oder eben fast alle Waren aus dem Online-Handel. Es lohnt sich daher oft ein zweiter Preisvergleich zu einem anderen Zeitpunkt.

  2. Gehen Sie an den Computer oder Laptop, um Ihre Produkte zu kaufen!
    Denn häufig sind die Preise auf dem Smartphone höher. Insbesondere wenn Sie Smartphones einer bestimmten Edel-Marke nutzen, sollten Sie damit rechnen, als Besitzer einer eher lockeren Geldbörse eingestuft zu werden. Oder aber die teuren Angebote erscheinen weiter oben, da auf mobilen Geräten mit ihren kleinen Bildschirmen weniger Angebote auf einem Blick zu sehen sind. Das macht den Preisvergleich und die Suche mühsamer.

  3. Verwenden Sie fürs Online-Shoppen den Inkognito- oder Privat-Modus in Ihrem Browser!
    So können die Händler nicht nachvollziehen, welche Produkte und Angebote Sie sich zuvor schon angeschaut hatten. Am besten nutzen Sie einen frisch installierten Zweit-Browser – oder einem bereinigten. Dann sind andere oder gar keine Cookies am Werk, die zu angepassten digitalen Preisschildern führen können.

  4. Rufen Sie nicht direkt die Anbieter-Webseite auf!
    Bestenfalls suchen Sie zuerst auf einem Vergleichsportal nach dem Produkt und lassen sich von dort auf das von Ihnen gewünschte Portal leiten. Denn so werden Sie als preisbewusster eingeschätzt und bekommen mit hoher Wahrscheinlichkeit bessere Angebote. Zudem handeln manche Portale exklusive Sonderangebote mit den Anbietern aus.

  5. Melden Sie sich erst später im Konto an!
    Sobald Sie sich bei Ihrem Konto Ihres Online-Shops angemeldet haben, sind Sie gegenüber dem Händler transparent: der Händler kennt Ihre Vorlieben schon und weiß vielleicht, dass Sie gern zu höherwertigen, teureren Produkten greifen. Daher melden Sie sich am besten erst zum Schluss im Shop an, bevor Sie an die Kasse gehen.

  6. Nutzen Sie IP-Adressen aus anderen Gebieten!
    Die von Ihrem Provider zugeteilte IP-Adresse kann man als eine Art Web-Hausnummer sehen, die Hinweise über Ihren Standort enthält. Wer also aus einer eher wohlhabenden Gegend kommt, darf möglicherweise einen höheren Preis zahlen. Meist zahlen Nutzer aus Deutschland auch mehr als Besucher aus weniger wohlhabenden Ländern. Setzen Sie auf einen sogenannten VPN-Dienst, um diese Art von Dynamic-Pricing zu umgehen. Per VPN können Sie vortäuschen, dass Sie aus einem anderen Land sind. Alternativ können Sie Ihre IP-Adresse auch verschleiern.

  7. Peak Load Pricing: Gehen Sie nicht mit dem Trend!
    Hohe Nachfrage = Steigende Preise. Die Systeme erkennen, wenn der Wettbewerb nicht mehr liefern kann und heben dann deutlich die Preise an. Beispiel für dieses Verfahren zeigten sich während der gerade erst beendete Fussball-Weltmeisterschaft: Trikots und viele weitere Fan-Artikel konnten mit Dynamic-Pricing reagieren, um höhere Preise durchzusetzen.

Generell laufen alle Tipps auf die gleichen Kernbotschaften hinaus:

Kaufen Sie erstens antizyklisch und nicht dann, wenn alle anderen es auch tun und Waren knapp werden. Und zweitens geben Sie nicht zu erkennen, dass Sie in der Lage und im Zweifelsfall auch Willens sind, mehr Geld auszugeben.

Oder um es noch einmal bildlich zu sagen: Wenn Sie sich kurz vor Zapfenstreich auf dem Basar in einer schwarzen Edel-Limousine mit Starnberger Kennzeichen vom Chaffeur vorfahren lassen, und im Armani-Anzug mit Goldkettchen an Ihren Lieblingsstand marschieren und dort - ein Bündel 1000er in der Hand - laufend auf Ihr xPhone Ultra schauen, werden Sie nicht die besten Preise verhandeln können, egal wie sehr Sie sich das vorgenommen haben!

Stattdessen laufen Sie am besten in internationalen undefinierbaren Allerweltsklamotten herum, wie sie jeder haben könnte, verstecken Ihr Gold im Gürtel und setzen ein elektronisches Pokerface auf. Ein Verkäufer, der Sie nicht einschätzen kann, wird eher wettbewerbsfähige Preise nennen.

Klingt doch eigentlich ganz logisch, oder?