Schäden und Bedrohungen durch Spam

So vielfältig wie ihr Erscheinungsbild sind auch die negativen Auswirkungen, die Spam-Mails auf Systeme haben können. Zu den wichtigsten gehören:

Arbeitszeitvernichtung

Das Aussortieren und Löschen von Spam vernichtet weltweit wichtige Arbeitszeitressourcen und wird im allgemeinen als größter volkswirtschaftlicher Schaden angesehen, den Spam verursacht.

Lückenhafter eMail-Verkehr

Bei dem enormen durchschnittlichen Spam-Aufkommen pro Tag kann es schnell zu einer Verstopfung des eMail-Postfaches kommen, wenn die maximale Größe überschritten wird. Wichtige Mails kommen nicht mehr durch, die Kommunikation bekommt Lücken und kann schnell geschäftsentscheidende Abläufe gefährden.

Server-Ausfälle

Immer häufiger setzen sog. "Directory Harvest Attacks" ganze Mail-Server außer Gefecht. Dabei bombadieren Spammer gezielt Mail-Server mit Tausenden von Mails an fiktiven Adressen, um Rückmeldungen zu erhalten, die auf echte Mail-Adressen schließen lassen. Der attackierte Mail-Server verfängt sich in Endlos-Schleifen von Non-Delivery-Reports im Postausgang und gebouncten Nachrichten im Posteingang. Das kann zum kompletten Absturz führen.

Steigende Internet-Verbindungskosten

Die Preise für Internet-Verbindungen berechnen sich normalerweise nach Menge der übetragenen Daten. Jede Spam-Mail erzeugt somit überflüssige Kosten.

Schäden durch integrierte Schadprogramme

Immer häufiger werden Spam-Mails mit Malware versehen. Bestes Beispiel: Phishing-Mails oder Mails, die Keylogger-Programme zum Mitlesen von Passwörtern etc. in einen Rechner schleusen. Eine relativ neue Gefahr sind Spam-Mails, die den Empfänger-Rechner mit einem Virus infizieren, so dass er via "Fernsteuerung" durch den Spammer als Spam-Absender genutzt werden kann. Spammer bedienen sich Abertausender von derart infizierten Rechnern, um beispielsweise groß angelegte DoS-Attacken auf Mailserver durchzuführen.