Von der Idee zur Anwendung

Entscheidend für den Erfolg individueller Softwareentwicklung ist nicht nur die Fachkenntnis des Entwicklers: Erst die genaue Spezifikation der Anforderungen und ein funktionierendes Projektmanagement sorgen für einen reibungslosen Ablauf.

Erster Schritt: Systemanalyse

Zunächst gilt es, die verschiedenen Vorstellungen über die Eigenschaften des Endproduktes (welches ja nur in den Köpfen der Projektbeteiligten existiert) zu konkretisieren. Meist geschieht dies durch Interviews mit den Fachabteilungen. Eine gute Chance für Unternehmen, historisch gewachsene Abläufe kritisch zu überprüfen und durch geradlinigere Vorgehensweisen zu ersetzen. Das gilt insbesondere für Schnittstellen zwischen den Fachabteilungen.

Spezifikation: Das Pflichtenheft

Die gesammelten Anforderungen werden in einem Pflichtenheft festgeschrieben - dem verbindlichen Bauplan für die neue Software. Das Pflichtenheft muss eine vollständige und vor allem widerspruchsfreie Beschreibung aller relevanten Anforderungen beinhalten. Erst dann ist eine realistische Schätzung des anfallenden Programmieraufwandes und der damit verbundenen Implementierungskosten möglich.

Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, um den genauen Ablauf zu besprechen und Prioritäten für die Umsetzung der einzelnen Anforderungen festzulegen.

Die Implementierungsphase

Ab jetzt wird wirklich programmiert! In der Implementierungphase präsentieren die Entwickler je nach Bedarf und Stand des Projekts immer wieder Zwischenergebnisse. Auch das Projektmanagement ist jetzt besonders stark gefordert.

Zum Ende diesr Phase beginnt die Planung von Anwenderschulungen und einer Test-Betriebsphase. Sind alle Tests erfolgreich abgeschlossen und die betroffenen Anwender mit der Bedienung der Software vertraut, steht dem produktiven Einsatz der neuen Software nichts mehr im Wege.

Sollten sich im Laufe der Zeit Änderungs- bzw. Erweiterungswünsche ergeben, so beginnt der Entwicklungszyklus wieder von Neuem.