Höchste Anforderungen:
IT im Rettungseinsatz

27 Rettungswachen in vier schleswig-holsteinischen Kreisen, 2 Rettungsleitstellen in Kiel und Elmshorn, eine Geschäftsstelle in Heide und ein Kompetenzzentrum in Pinneberg – die Dezentralisierung der an einem Rettungseinsatz beteiligten Stellen ist eine der größten Herausforderungen für das IT-System der Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH). Mit SYMPLASSON als IT-System-Betreuer hat die RKiSH in den letzten Jahren ein modernes, vernetztes System geschaffen, das die sichere und hochverfügbare Anbindung aller beteiligten Stellen gewährleistet. Damit setzt die RKiSH einen neuen Standard in der IT-gestützten Rettungskoordination.

12 entscheidene Minuten

Die zweite Herausforderung ist die Schnelligkeit und Verfügbarkeit der Systeme. „Im Regelfall ist nach Eingang eines Notrufs innerhalb von 12 Minuten ein Notfallmittel vor Ort“, erklärt Hans-Jürgen Baumann, IT-Verantwortlicher bei der RKiSH.

In dieser Zeit müssen mindestens drei Instanzen koordiniert werden:
Zunächst nimmt eine der Rettungsleitstellen den Notruf auf und erfasst die Eckdaten im eigenen System. Im Anschluss daran weist sie den Einsatz der Rettungskräfte an, die von der RKiSH bereit gestellt werden. D.h. sie ist für die gesamte Disponierung der Rettungsressourcen der RKiSH, wie Rettungswagen, Geräte etc. zuständig.

Mit dem Auftrag erhalten die Einsatzkräfte die Eckdaten des Notfalls. Diese schickt die Leitstelle zudem an die RKiSH, damit der Einsatz dort für die Abrechnung erfasst werden kann. Nach Beendigung des Einsatzes vervollständigt der Fahrer des Rettungswagens im System der RKiSH die noch ausstehenden Daten und verfasst einen Einsatzbericht.

Anhand der so komplettierten Daten kann die RKiSH den Rettungseinsatz mit der betreffenden Krankenkasse abrechnen. Wichtig: Da es sich dabei um personenbezogene Angaben handelt, sind hier besondere datenschutzrechtliche Vorgaben zu beachten.

TerminalServer, SSL-VPN und Webserver für gesicherte Anbindungen

In der Vergangenheit spiegelte sich die Dezentralisierung der beteiligten Stellen auf technischer Ebene wieder: Jede Rettungswache arbeitete lokal mit ihrem eigenen System und auf ihren PCs. An eine zentrale Wartbarkeit und Pflege war nicht zu denken.

SYMPLASSON empfahl für die Anbindung der Rettungswachen an die RKiSH ein redundantes TerminalServer-System. Heute arbeiten alle Mitarbeiter mit Thin Clients, sicher angebunden über VPN. Die Verteilung der Datenlast auf zwei Server stellt die hohe Verfügbarkeit der Systeme sicher.

Eine Extralösung setzt die RKiSH für den Zugriff auf das Personalmanagementsystem ein: Um den Mitarbeitern den Zugriff auf wichtige Informationen, wie Dienstpläne rund um die Uhr und ortsunabhängig zu ermöglichen, erfolgt der Zugriff hier per SSL-VPN Gateway.

Für die Anbindung der beiden Rettungsleitstellen schlug SYMPLASSON ein Datengateway in Form eines Webservers vor. Die Datenübermittlung erfolgt verschlüsselt mittels eines SSL-Zertifikats und via WebDAV. „Im Gegensatz zu einem VPN ermöglicht diese Lösung der RKiSH die volle Kontrolle über die gesicherte Übertragung der sensiblen Personendaten. Für die Leistellen wiederum konnten wir auf diesem Weg den Aufwand für die Vernetzung sehr gering halten“, erklärt Knud Bennecke, Geschäftsführer und Projektverantwortlicher bei SYMPLASSON. „Diese Lösung ist einfach, aber sehr robust und sicher.“

Rund-um-die-Uhr-Betreuung selbstverständlich

Seitdem das System steht, kümmert sich SYMPLASSON proaktiv um Monitoring, Pflege und Wartung, damit die Systeme rund um die Uhr, an 7 Tagen die Woche einwandfrei laufen. Das erfordert ein besonders hohes Engagement seitens der IT-Profis. „Es gibt zwischen uns keinerlei Vereinbarung über Reaktionszeiten oder ähnliches“, erklärt Hans-Jürgen Baumann. „Wir vertrauen SYMPLASSON und wissen aus Erfahrung, dass umgehend Hilfe kommt, wenn bei uns Not am Mann ist. Irgendwelche Vereinbarungen würden diese Vertrauensverhältnis mehr belasten als unterstützen.“

Überhaupt fällt das Fazit der RKiSH durchweg positiv aus: „Mit der Anbindung aller beteiligten Stellen verfügen wir über ein sicheres und hochverfügbares System, das einfach gewartet werden kann“, so Hans-Jürgen Baumann. „Alle unseren Anforderungen sind abgedeckt, die Dezentralisierung stellt für die zeitnahe und genaue Abrechnung der erbrachten Leistung mit den Krankenkassen kein Problem mehr dar. Für unsere Mitarbeiter ist die Erreichbarkeit ihrer Dienstplandaten via Internet ein großer Pluspunkt. “

 

c/o SYMPLASSON Mai 2008